You are currently viewing Leute! Geht wählen!

Leute! Geht wählen!

Klar – möchten wir für unsere Partei dieBasis werben und möglichst viele Erststimmen für unsere Kandidaten und Kandidatinnen und ebenso viele Zweitstimmen gewinnen. Aber in der aktuellen politischen Situation müssen wir das auch etwas relativieren, denn inzwischen ist es fast schon egal, was die Leute wählen. Hauptsache, sie gehen überhaupt zur Wahl und wählen dann etwas anderes als die etablierten Parteien, die uns seit zwei Jahren und mehr mit ihrem Krisengeschrei den Verstand vernebeln.

In jeder demokratischen Wahl zählt jede Stimme – eben auch die Stimmen derjenigen, die gar nicht hingehen. In Deutschland sind das meist um die 30 Prozent. Ach Herrje! Was könnte man alles mit 30 Prozent der Stimmen anfangen? Wieviele Weichen könnten man damit stellen? Was würde sich alles verändern, wenn so viele Stimmen für eine völlig unbekannte neue Partei abgegeben würden? Was wäre das für ein Schockmoment für die anderen Parteien! Herrlich! (Träumen darf man ja noch.)

Aber auch wenn 30 Prozent der Stimmen, nämlich die der Nicht-Wähler, sich auf viele Kleinst-Parteien verteilen würden, wäre das doch mal ein Zeichen. Dann würde offensichtlich, dass die großen Parteien nur deshalb für sich die Regierungsmacht beanspruchen können, weil die nicht abgegebenen Stimmen das Ergebnis verzerren.

Verzerren? Wieso? Sehen wir uns das doch mal genau an: Nach jeder Wahl werden die abgegebenen Stimmen gleichgesetzt mit 100% der zu vergebenden Sitze im Parlament. Auch wenn tatsächlich nur 70% der möglichen Stimmberechtigten gewählt haben. Daher sind 30% der abgegebenen Stimmen also eigentlich nur 21% der möglichen Stimmen. Das hört sich doch schon ganz anders an! Viel weniger nach Sieg und Regierungsmandat, oder? Und die berühmte 5%-Hürde wäre bei eigentlichen 3.5% geradezu unüberwindlich.

Also anstatt den Status quo dadurch zu bestätigen, dass man sich als Nicht-Wähler „dem System verweigert“, könnte man doch – zur Abwechslung! – auch mal wirklich ein Statement abgeben und sozusagen einen Impuls setzen. Wir fänden es jedenfalls absolut fabelhaft, wenn es gerade jetzt, also zur Landtagswahl am 15. Mai 2022, eine echte hundertprozentige Wahlbeteiligung gäbe. Weil eben die ganzen 100 Prozent der Wahlberechtigten ihren Stimmzettel ausfüllen und abgeben würden. Und all jene, die sich bisher als Nicht-Wähler geweigert haben, beim Demokratie-Spiel mitzumachen, würden eine der unbekannten Mini-Parteien wählen. Ja, von uns aus auch und sogar unsere Konkurrenten. Hauptsache, nicht die etablierten Parteien! Das wäre doch mal eine Denkzettel-Wahl! Oh ja!

Und klar: es wäre schon toll, wenn dabei auch viele Stimmen auf dieBasis abfielen. Wir können es nicht verhehlen – das würde uns durchaus sehr freuen!

Danke!

dieBasis-Initiative Genossenschaftliches Wirtschaften – Platz für ein besseres Leben

Genossenschaft Menschlich Wirtschaften (menschlich-werte-schaffen.de)

Der Bundeswahlleiter

Nichtwähler – Der Bundeswahlleiter

Warum ungültige Stimmen oder Nicht-Wählen den Status quo unterstützen

Was passiert mit meiner Stimme, wenn ich nicht wählen gehe? (stuttgarter-zeitung.de)

Schreibe einen Kommentar