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Wer trägt die Schuld an der aktuellen Spaltung der Gesellschaft?

Eine etwas andere Betrachtungsweise und der Versuch einer Analyse.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wer eigentlich an der aktuellen Spaltung der Gesellschaft den größten Anteil trägt? Ich meine jetzt nicht auf globaler Ebene, wo sich mehr abspielt, als wir hierzulande eigentlich mitbekommen (sollten). Keine Klaus Schwabs oder Bill Gates. Sondern auf lokaler Ebene, ganz individuell auf Deutschland zugeschnitten. Zeit für einen Deepdive.

Teil 1 – Die Medien

Die Rolle der Medien in dieser Pandemie sollten in keiner Art und Weise ignoriert werden. Ohne das öffentlich-rechtliche propagieren von Meldungen, dem hofieren von Meinungshoheiten und dem kontinuierlichen Klickschlampentum von reichweitenstarken Titeln wie Der Spiegel, Die Zeit oder auch dem Werbeblättchen T-Online wären sämtliche Anstrengungen, diese einmalige Situation so schlimm wie möglich zu machen, niemals erfolgreich gewesen.

Zu Beginn von Corona sah das alles noch etwas anders aus: Quarks und die HEUTE SHOW lieferten sich einen Wettkampf darin, wer die neue SARS-Krankheit aus China am besten herunterspielen konnte. Geradezu legendäre Comedy-Beiträge, welche das „Sterben in Wuhan“ ins Lächerliche zogen, die man sich heute kaum noch vorstellen kann.

Dann änderte sich der Tenor innerhalb weniger Tage. Die Bilder von Bergamo, jenem legendären Event im italienischen Norden, wurden zum Startschuss einer deutschlandweiten Überbietungsmaschinerie, in der jeder Fetzen an Information mit imposant lautenden Überschriften an die Leser- und Zuschauerschaft gebracht wurde. Geradezu gespenstisch war die Stimmung im März 2020. Leere Straßen und Toiletten- sowie Nudelsortimente schafften eine geradezu apokalyptische Atmosphäre der Angst – ganz im Einklang mit unserem frisch erschienenen „Panik-Papier“, in dem vor allem China-Fanatiker die Furcht vor dem Erstickungstod sowie die Schwere Schuld am Tode von Oma und Opa niederschrieben.

Das, was bei jedem Terroranschlag gefordert wird – „warten Sie ab, vorverurteilen Sie nicht!“ – hatte man längst wieder vergessen und Chefredaktionen aller Orten starrten mit leuchtenden Augen auf die aktuellen Klickzahlen.

Markus Söder verstand als erster Politiker, dass es hier eine einmalige Chance zu ergreifen gab und sorgte mit medienwirksamen Auftritten dafür, dass seine bayerische Regierung mit harten, inzwischen klar rechtswidrigen Maßnahmen den Takt vorgab. Und die Medien tanzten den Totentanz der Demokratie eifrig mit.

Seit März 2020 ist über ein Jahr vergangen und Corona zum Selbstläufer geworden. Gelernt haben die Medien … nichts. Noch immer werden einzelne Schnipsel zur Wahrheit erklärt. Aussagen von Wissenschaftlern sinnentstellt wiedergegeben. Und die zarten Gegenstimmen haben es immer schwerer, Gehör zu finden. Wie ein berühmtes gallisches Dorf halten sich Chanasit, Streeck und auch Stöhr inzwischen am Rande der Gesellschaft auf, immer um jedes Wort bedacht, damit ihnen nicht der Himmel auf den Kopf fällt.

Wenn man eines Tages auf diese Zeit historisch zurück blickt, dann wird die Rolle der Medien vor allem eins sein: Der Weg in die Spaltung, gepflastert mit dem guten Vorsatz, die Auflagen und Werbemittel zu erhöhen. Dankbar wird ihnen irgendwann niemand mehr sein. Die Revolution frisst bekanntlich ihre Kinder – in diesem speziellen Fall wird es vermutlich aber zu spät sein.

Teil 2 – Die Influencer

Ob sie sich Flying Doc, Narkosedoc, Regendelfin, Jan Böhmermann, AnnWältin oder Karl Lauterbach nennen: Die Pandemie der Beeinflussten wird durch sie getragen und von willigen Helfern mit nervösen Klickfingern im Internet verbreitet.

Ich wage die steile These, dass ohne die sozialen Medien die Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate vorbei gewesen wäre und wir heute nicht über 2G im Supermarkt oder eine Impfpflicht für eine Krankheit diskutieren würden, von der die meisten Menschen nicht einmal mitbekommen, dass sie sie haben.

Doch das „ans Licht zerren“ und das herumreiten auf jeglicher noch so kleinen Information, wie wir es schon im ersten Teil bei den Medien gesehen haben, nimmt bei den „Impfluencern“ geradezu groteske Züge an. So kann man nur entweder von boshaftem Vorsatz oder völliger Unkenntnis sprechen, wenn sich diese Gruppierung zu Wort meldet und das allerneueste Corona-Unser von sich gibt.

Herausragend ist dabei das völlige Unverständnis für den Begriff „Wissenschaft“ und was sich dahinter verbirgt. Geradezu sklavisch werden Andersdenkende verunglimpft und ihre Meinung als „nicht dem wissenschaftlichen Konsens entsprechend“ abgetan. Seien es anerkannte Virologen und Experten aus anderen Ländern oder der Vorsitzende einer Vereinigung von Ärzten in Deutschland, wie Kollege Gassen.

Dabei ist Wissenschaft vor allem eines: Diskurs. Meinungsverschiedenheiten. In der Geschichte der Medizin hat es schon mehr als nur eine Handvoll kräftiger Auseinandersetzungen (zum Teil auch handgreiflich) zu Themen gegeben, bei denen jede Seite fest auf ihrem Standpunkt verharrte. Heute wagen es viele Wissenschaftler nicht mehr, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Zu groß ist die Angst vor der medialen Vernichtung und einem Shitstorm, bei dem 2 Millionen Follower auf einen einprügeln.

So stirbt der Diskurs und damit auch die Wissenschaft. Willkommen im post-faktischen Zeitalter.

Doch nicht nur die großen Influencer machen sich schuldig an diesem heimtückischen Mord – zahlreiche kleinere Accounts, so genannte Microinfluencer wie bspw. die radikalen „Hosenmaus“ oder „VivaLaVita“, setzen auf das Thema Panik und heimsen mit billigen Geschichten Likes und Shares ein. Immer frei nach dem Motto „Das Dopamin muss das Belohnungssystem kicken“ werden die Erzählungen haarsträubender und fantastischer, je länger diese Pandemie geht. Das selbst führt zu einer Spirale der Angst, welche in einem Cave-Syndrom mündet und schwere Depressionen auslösen kann: Die Menschen, welche diesem Irrsinn ohne nachzudenken glauben, verschließen sich daheim und werden zu Hypochondern, deren einziger Lebensinhalt darin besteht, Nachrichten zu lesen, die ihre Angst weiter befeuern.

Ohne diese sozial-mediale Beschallung, ohne dieses Abfeuern von medialen Panik-Kugeln würden wir heute nicht darüber diskutieren, ob Kinder gegen eine Erkrankung geimpft werden sollen, die sie nicht betrifft. Wir behandeln schließlich auch Altersweitsicht nicht im Alter von sechs Jahren.

Das dabei häufig beschworene Long Covid ist vor allem eine Social Media Erkrankung. In Ländern ohne diese permanente Beschallung ist es kaum bis gar nicht anzutreffen, sonst wäre bereits halb Indien im Fatigue-Schlaf gefangen. Und wäre China nicht zur größten disruptiven Kraft unseres globalen Wirtschaftssystems aufgestiegen.

Vielleicht meinen es manche dieser Accounts auch gut. Wollen Menschen helfen. Haben selbst so viel Angst, dass sie den Irrsinn ihrer Taten nicht sehen. Doch die Mehrzahl, und vor allem die in diesem Text genannten, wissen ganz genau, was sie hier veranstalten: Spaltung. Hass. Panik.

Und das Ende unserer Gesellschaft, so wie wir sie kennen.

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